Weberknechte, die Spinnen aus dem Garten

Viele Leute verwechseln die Weberknechte oft mit den üblichen Webspinnen. Jedoch unterscheiden sich die Arten deutlich voneinander.

Weberknechte

Systematik der Weberknechte

Die Weberknechte, oder Opiliones gehören zur Familie der Spinnentiere. Zusätzliche Unterfamilien der Spinnen sind:

  • Milben, Zecken
  • Webspinnen
  • Skorpione
  • Geißelspinnen
  • Kaputzenspinnen

Auch bei den Weberknechten gibt es wieder unterschiedliche Arten und Merkmale.

Allgemeines der Weberknechte

Die Weberknechte sind weltweit verbeitet und sind auf Sträuchern, Wiesen, Bäume, am Boden, aber auch in Häusern zu finden. Sie umfassen eine Artvielfalt von ca. 4000 Arten und werden sogar bis zu 25 Millimeter groß. Die kleinsten Arten erreichen aber nur eine Maximalgröße von 2 Millimeter. In Deutschland, bzw. in Österreich sind bis zu 40 Arten bekannt und auch unter den Namen Kanker.

Im Gegensatz zu den Spinnen wird deren Körper nicht in zwei Bereichen eingegliedert. Diese zwei Bereiche sind miteinander verbunden und bilden somit einen kleinen runden Körper mit acht lange und dünne Beine. Bei einer Gefahr können sie sogar ihre Beine abwerfen, um gefahrlos fliehen zu können. Die Weberknechte können nicht nur den ganzen Fuß abwerfen, sondern auch einzelne Teile des Beines. Einige Arten besitzen sogar bis zu 100 Glieder. Der Spinne ist es sogar möglich mit einem Bein pro Seite problemlos zu laufen. Natürlich sind die Arten die auf Bäumen und Sträucher unterwegs sind viel langsamer als die, die auf den Boden unterwegs sind. Auf der Vorderseite des Kopfes, also im „Gesicht“ befinden sich Kiefertaster, oder Pedipalpen, womit sie die Umgebung abasten, oder Beute fangen.

Werberknechte

Des Weiteren können die Weberknechte keine Netzte spannen und sind immer zu Fuß unterwegs. Aus diesem Grund sind die Beine auch länger und dünner damit sie sich besser bei Blätter, oder Sträucher festhalten können. Hierfür schlingen sie ihre Beine wie ein Lasso um den Grashalm.

Ein weiterer Schutzmechanismus ist sind die Duft-, bzw. Stinkdrüsen. Wenn der Abwurf eines Beines nicht zur Flucht verhilft, sondern sie ein übel riechendes Sekret ab. Diese Sekret lähmt Feinde und kann sogar den Tod herbeirufen. Ist die Flucht noch immer nicht erfolgreich, können sich die Weberknechte auch Tod stellen.

Ernährung

Wie die meisten Spinnen fressen auch Weberknechte Insekten, aber auch pflanzliche Kost. Die Nahrungssuche erfolgt erst in der Nacht, in dem sie auf dem Boden, Mauern und Felsritzen auf der Jagt sind. Da sie im Prinzip Allesfresser sind fressen sie Lebendfutter, wie zum Beispiel kleine Fliegen, aber auch Pflanzenreste. Außerdem fressen sie auch totes Kleingetier.

Fortpflanzung der Weberknechte

Bei der Fortpflanzung befruchtet das Männchen das weibliche Tier und verlässt es anschließend. Sobald die Dame, die Eier ablegen kann sucht sie in der Umgebung nach Ritzen oder kleinere Höhlen. Nach der Ablage verlässt auch die Mutter die Eier und lässt diese alleine zurück. Je nachdem ob es die Jungtiere schaffen, oder nicht sind diese an von Geburt auf selbstständig. Gelegentlich kommt es aber auch vor, dass der Vater die Jungen bis zur Geburt beschützt.

Literatur

Für die Literatur wurden Bücher verwendet:

Zusätzlich wurde auch eigenes Wissen verwendet, da wir selbst Reptilien besitzen! Gerne könnt ihr die Seite unsere Tiere gerne besuchen!